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Almut Adler – Das weibliche Auge

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“Anders sehen, anders fotografieren”, so lautet der Untertitel des Buchs von Almut Adler, die im Rahmen ihrer Erfahrungen als Leiterin von Fotokursen festgestellt hat, dass Frauen intuitiver fotografieren. Da es Almut Adlers Meinung nach einen Mangel an Lehrbüchern gibt, die den Bedürfnissen von Frauen gerecht werden, hat sie eines geschrieben.

Auf den ersten 50 Seiten des Buchs erklärt die Autorin kurz und knapp die technischen Grundlagen der Fotografie. Dabei versteht sie es, nur die wesentlichen Basics und deren Zusammenhänge zu erläutern. Die folgenden Kapitel wenden sich allgemeinen Aspekten der Fotografie zu, wie dem Bildaufbau, der Perspektive, dem Licht oder dem Fotomotiv. In letzterem Kapitel gibt die Autorin mit sehr vielen Beispielfotos Anregungen für die eigene Motivsuche und Bildgestaltung.

Ein Kapitel von über 50 Seiten widmet sich Spezialthemen, wie der Schwarzweiß-Fotografie, der Fotografie im Winter, dem Bildrauschen und Einzelaspekten der Bildbearbeitung, die einen guten Überblick darüber verschaffen, was auf einfache Art und Weise mit technischen Mitteln möglich ist.

Lange Texte und abstrakte Abhandlungen sucht man vergebens. In dem Buch wurde viel Wert darauf gelegt, die Ausführungen kurz und prägnant zu halten, dafür aber zahlreiche Praxistipps zu geben und das Buch mit vielen Abbildungen zu versehen.

“Das weibliche Auge” richtet sich an Anfängerinnen der Fotografie. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und eine kurzweilige Lektüre. Frau findet darin viele Praxistipps ohne theorielastiges Hintergrundwissen verstehen zu müssen.

Das weibliche Auge ist für 39,95 Euro bei Addison-Wesley erschienen.

Fazit
Das weibliche Auge von Almut Adler ermöglicht auch weniger technik-affinen Frauen einen leichten Einstieg in die Welt der Fotografie. Das Buch behandelt auf kurzweilige Art und Weise nur die wesentlichen Aspekte. Das Buch ist für Einsteigerinnen der Fotografie eine gute Wahl.

Eib Eibelshäuser – Fotografische Lichtgestaltung

fotografische lichtgestaltung

Was einen durchschnittlichen Schnappschuss von einem Kunstwerk unterscheidet, ist nicht allein die Wahl des Motivs, sondern vor allem auch der gekonnte Einsatz von Licht. Nicht umsonst heißt das eingedeutschte Wort “Fotografie” soviel wie ‘mit Licht malen’. Auch ein alltägliches Motiv kann mit den richtigen Methoden der Lichtgestaltung stark in Szene gesetzt werden.

In seinem Buch “Fotografische Lichtgestaltung” setzt sich Eib Eibelshäuser mit dem Thema Licht auf anspruchsvolle Weise auseinander. Im ersten Teil werden die unterschiedlichen Arten der (Farb-)Wahrnehmung und Lichtarten ausführlich auf theoretischer Basis besprochen. Der Leser erhält dadurch wertvolles und tief greifendes Hintergrundwissen. Im zweiten Teil des Buchs werden die theoretischen Erklärungen anhand praktischer Beispiele thematisiert.

Eine besondere Stärke des Buchs ist, dass es keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Fotografie gibt, sondern die Vermittlung von Hintergrundwissen im Vordergrund steht. Dem Leser wird ganz bewusst das (Nach-)Denken selbst überlassen. Praktischerweise verfügt der Leser bereits über gefestigte Grundkenntnisse der Fotografie.

Das sehr gelungene aber auch recht anspruchsvolle Buch ermöglicht es dem ambitionierten Fotografen, sich intensiv mit dem Thema der Lichtgestaltung zu beschäftigen und sich so in relativ kurzer Zeit fundierte Kenntnisse anzueignen. Konsequent wird jegliche Erklärung, wie eine Kamera zu bedienen ist, ausgespart.

Das Buch “Fotografische Lichtgestaltung” ist im dpunkt Verlag erschienen und kostet 36 Euro.

Fazit
Ein anspruchsvolles Buch mit vielen wertvollen Hintegrundinformationen zur Lichtgestaltung. Besonders interessant für alle, die von einem Buch keine Anleitung im Stile eines Kochrezepts erwarten, sondern die sich theoretisch fundiert dem Thema Lichtgestaltung nähern wollen.