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Merz/Stechl: Licht und Belichtung in der Fotografie

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Fotografie leitet sich von den altgriechischen Wörtern photos, das Licht, und graphein, zeichnen, ab. Fotografie heißt übersetzt also soviel, wie mit Licht zeichnen. Was banal klingt, ist jedoch vielen nicht bewusst, schließlich knipsen sich Bilder seit Autofokus und Belichtungsautomatik fast von selbst und was nicht gleich auf dem Foto perfekt aus der Kamera kommt, wird eben anschließend digital nachgearbeitet. Doch Photoshop & co. können nicht zaubern.

“Licht und Belichtung in der Fotografie” von Rinhard Merz und Karl Stechl ist mittlerweile in der 2. Auflage erschienen. Die Autoren vermitteln dem Leser die Grundbegriffe und den Einsatz von Licht. Und zwar in Theorie und praktischer Anwendung. Das Buch ist systematisch aufgebaut und erinnert stellenweise an ein Lehrbuch. Dies ist jedoch nicht im negativen Sinne zu verstehen, sondern diese Tatsache erlaubt es interessierten Lesern, das relevante Wissen zu erfassen.

Zahlreiche Beispielfotos befinden sich im Buch. Dabei wurde weniger Wert auf grandiose “Wow”-Aufnahmen sondern auf die thematischer Nähe zum Text gelegt. Besonders erfreulich sind Vergleichsfotos. Beispielsweise bei unterschiedlicher Belichtung, unterschiedlichen Tageszeiten oder unterschiedlichen Belichtungszeiten.

“Licht und Belichtung in der Fotografie” besteht aus sieben Kapiteln: Eigenschaften des Lichts, Kontrast und Belichtung, Licht >on location<, Fotografieren mit dem Blitzgerät, Studiolicht, Licht bearbeiten und gestalten am PC und Motivtipps.li

Das Buch wird auch anspruchsvolleren Lesern gerecht, da neben zahlreichen leicht umzusetzenden Praxistipps auch die theoretische Seite nicht völlig außen vor gelassen wird. Wer dagegen nur ein paar “Kochrezepte” für bessere Fotos sucht, ist hier falsch. Vielmehr sind Engagement und aufmerksames Lesen Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz des Buchs. Doch die Mühe zahlt sich aus. Das Buch vermittelt tatsächlich umfänglich alles Wissenswerte zum Thema Licht, was ein Fotograf wissen sollte. Es eignet sich sowohl für ambitionierte Amateurfotografen als auch für angehende Fotografen in der Ausbildung.

“Licht und Belichtung in der Fotografie” enthält 179 Seiten. Es ist im Februar 2009 im dpunkt Verlag erschienen und kostet 32 Euro.

Fazit
“Licht und Belichtung in der Fotografie” ist ein geeignetes Buch für Fotografen, die sich eingehender mit der Thematik “Licht” auseinandersetzen wollen. Eine ausgewogene Mischung aus Lehrbuchsystematik und Praxisbeispielen machen es zu einem informativen und absolut lesenswerten Werk für Amatuerfotografen und Fotografen in der Ausbildung.

Rod Ashford – Licht in der Aktfotografie

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Der Lichteinfall ist oft das entscheidende Detail, das ein herausragendes Foto von einem Schnappschuss unterscheidet. Gerade die Aktfotografie lebt vom gekonnten Lichteinsatz und natürlich auch vom Spiel mit den Schatten.

Rod Ashford zeigt in seinem Buch “Licht in der Aktfotografie” 60 Aufnahmesituationen in 5 Kapiteln geordnet: Tageslicht, Blitz: Eine Lichtquelle, Blitz: Mehrere Lichtquellen, Fotoleuchten und andere Lichtquellen und die Kombination von Lichtquellen. Zu jeder Aufnahme, die oft ganzseitig auf das Hochglanzpapier des Buches gedruckt sind, sind stichpunktartig die wichtigsten Aufnahmeinformationen, wie Lichtquelle, Objektiv und Zweck des Fotos angegeben. Außerdem findet sich eine Skizze, die den Einsatz der Lichtquelle(n) veranschaulicht und die Lage sonstiger Hilfsmittel erklärt. Außerdem findet sich meist auch ein Zitat des Fotografen und eine kurze Erläuterung der Aufnahmesituation.

Der Aufbau des Buchs ähnelt sehr dem in der gleichen Reihe erschienenen Werk “Licht in der Porträtfotografie” von Steve Bavister. Auch in “Licht in der Aktfotografie” hat man fast den Eindruck, live beim Shooting dabei zu sein. Allerdings muss sich auch dieses Buch die Kritik gefallen lassen, dass einige nachträglich durch Druck oder Nachbearbeitung verfremdete Fotos in einem Buch mit dem Schwerpunkt Licht kaum eine Daseinsberechtigung haben.

Positiv hervorzuheben ist bei diesem Buch, und dadurch hebt es sich auch von “Licht in der Porträtfotografie” ab, dass die abgedruckten und besprochenen Aufnahmen systematischer ausgewählt und angeordnet sind. Dies ermöglicht es dem geneigten Leser erst, sich sinnvoll mit unterschiedlichen Belichtungssituationen gedanklich auseinanderzusetzen. Dabei ist “Licht in der Aktfotografie” jedoch kein Lehrbuch, sondern vielmehr ein systematisch angeordneter und kommentierter Bildband, der Informationen zur Aufnahmesituation enthält.

Das Hardcover-Buch enthält 160 Seiten und ist im Franzis-Verlag erschienen. Es ist seit Februar 2009 zum Preis von 39,95 Euro erhältlich.

Fazit
“Licht in der Aktfotografie” von Rod Ashford ist eine spannende Kombination aus Bildband und systematischer Aufbereitung der Aufnahmesituation. Die besprochenen Aufnahmen sind mit Bedacht ausgewählt und eignen sich, gewisse Vorkenntnisse vorausgesetzt, zum Selbststudium. Einziger Wermutstropfen sind die Hand voll Fotos, welche nachträglich verfremdet worden sind und damit von der Thematik “Licht” ablenken.