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LL.M. in IT-Recht an der Universität Hannover

 


Die noch bis vor wenigen Jahren herrschende Ansicht unter Internetnutzern, das Internet sei ein rechtsfreier Raum oder doch wenigstens eine rechtliche „Grauzone“, ist - nicht zuletzt wegen zahlreicher Massenabmahnungen seitens der Musik- und Videospielindustrie - mittlerweile der ernüchternden Erkenntnis gewichen, dass der lange Arm des Gesetzes auch bis in die virtuelle Welt hinein reicht. Obwohl mittlerweile zahlreiche Rechtsvorschriften zu IT-Sachverhalten existieren, gibt es unter ausgebildeten Juristen zwar viele selbst erklärte aber tatsächlich nur wenige echte Fachmänner (oder -frauen) in diesem Bereich. Dies liegt neben einer allgemein zu beobachtenden Technikphobie unter Juristen auch daran, dass die relevanten Themen nicht Teil des Pflichtstoffs an deutschen Universitäten sind. Der fehlende Schwerpunkt in der Ausbildung bildet aber keinesfalls die immer größer werdende Relevanz in der Praxis ab. Neben alltäglichen ebay-Gewährleistungsproblemen stellen sich hier reihenweise spannende Rechtsfragen, die es zu lösen gilt. Damit wird nicht selten juristisches Neuland erschlossen und profundes Wissen ist Grundvoraussetzung für Erfolg in diesem Bereich.

Das Institut für Rechtsinformatik, kurz IRI, an der Leibniz Universität Hannover widmet sich seit nunmehr 25 Jahren der Erschließung dieses neuen Rechtsgebiets und ist damit die älteste derartige Einrichtung an einer deutschen Universität. Im Rahmen des einjährigen postgradualen LL.M.-Studiengangs „EULISP“ (European Legal Informatics Study Programme) werden dort Juristen zu IT-Rechts-Profis ausgebildet. Dabei findet das Studium halbjährig in Hannover und halbjährig an einer von zehn europäischen Partneruniversitäten statt und wird durch eine Masterarbeit und der Verleihung des akademischen Grades „Master of Laws“ (LL.M.) abgeschlossen. Wer den Auslandsaufenthalt an der Partneruniversität in Oslo wählt, kann sogar einen so genannten „double degree“ erwerben und damit zwei LL.M.-Titel ohne zusätzliche Studiendauer erwerben.

Inhalte des Studiums sind neben Fragen des E-Commerce- und des Softwarevertragsrechts auch das Telekommunikationsrecht, das Medienrechts und das Computerstrafrecht. Aber auch datenschutzrechtliche, patent- und urheberrechtliche Fragestellungen gehören zu den Schwerpunkten der Ausbildung. Es wird ebenfalls ein Kurs für die technischen Grundlagen der Informationstechnologie angeboten. Auch bei der Auswahl der Dozenten spiegelt sich die Praxisnähe des Programms wieder: neben Universitätsprofessoren werden die Kurse von Praktikern aus renommierten Anwaltskanzleien und aus der Wirtschaft veranstaltet.

Die Zusatzqualifikation im IT-Recht eröffnet interessante Beschäftigungsmöglichkeiten in spezialisierten Kanzleien, Rechtsabteilungen und zusehends auch in Behörden. Der Bedarf an echten Fachkräften in diesem Bereich ist groß, die Jobaussichten gut.
Das Studienangebot richtet sich an Absolventen eines rechtswissenschaftlichen Studiums in Deutschland oder aus dem Ausland. Die Studiengebühren betragen 750 Euro für das Semester in Hannover.

Links zum Thema


IRI - Institut für Rechtsinformatik der Universität Hannover
Institut für Rechtsinformatik





In Kürze

Abschluss:
LL.M. (Master of Laws)

Studiendauer:
2 Semester
(je 1 Semester in Hannover und einer von 10 europäischen Partneruniversitäten)


Kosten:
750 Euro für das erste Semester

Zielgruppe:
Juristen mit Staatsexamen oder vergleichbarem Abschluss

Bewerbungsschluss:
15. Juli
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Conti-Hochhaus der Universität Hannover, Institut für Rechtsinformatik
Das IRI befindet sich im "Conti-Hochhaus"



Studieninhalte

-Computerstrafrecht
-Datenschutzrecht
-E-Commerce
-IT Grundlagen
-Medienrecht
-Patentrecht
-Softwarevertragsrecht
-Telekommunikationsrecht
-Urheberrecht

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