Computer-TIP - Testberichte, Informationen & Produktvorstellungen

 

Die Sims 3

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“Die Sims 3″ ist der aktuelle Titel der meistverkauften PC-Spielreihe überhaupt. Er kommt am 4. Juni in die Läden. Wir haben die Sims schon vorab in ihrer neuen Stadt “Sunset Valley” besucht.

Vor Beginn des eigentlichen Spieleablaufs werden die Spielecharaktere erstellt. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, denn Äußerlichkeiten, wie Körperumfang, Frisur, Makeup und Alter sind längst nicht alles, was hier eingestellt werden kann. Details der Gesichtszüge können modelliert und die Kleidung kann aus einem riesigen virtuellen Kleiderschrank zusammengestellt werden. Wem auch das nicht genug ist, der kann die einzelnen Kleidungsstücke auch selbst einfärben. Anschließend werden die inneren Werte definiert. Hier können jedem Sim fünf Eigenschaften zugewiesen werden.

In unserem Testlauf haben wir ein junges Pärchen erstellt. Tim und Simone. Tim ist ein eher lässig gekleideter Computerfreak mit einem Putzfimmel und Simone ist adrett gekleidet und eher kreativ veranlagt. Nachdem das geklärt ist, ziehen beide zusammen in ein kleines Haus in Sunset Valley, der einzigen anfangs verfügbaren Stadt, ein. Ungeduldige können das Haus möbliert kaufen. Individualisten gestalten die Inneneinrichtung selbst und können damit auch locker einen Spieltag verbringen. Dabei kann aus zahlreichen Gebrauchsgegenständen, Möbelstücken und Krimskrams gewählt werden. Man kommt sich fast vor, wie in einem virtuellen Ikea-Markt. Der Fantasie sind lediglich durch das verfügbare Startkapital Grenzen gesetzt.

Um für finanziellen Nachschub zu sorgen, können die Sims einen Job annehmen. Tim versucht sich zu Beginn als Wissenschaftler, Simone arbeitet in Heimarbeit als Buchautorin. Aller Anfang ist schwer: Tim scheint mit seinem Job mehr schlecht als recht klar zu kommen und Simones Bücher bringen kaum Geld ein. Nach einer Umschulung zum Koch und dem passenden Jobwechel entwickelt sich Tim aber schnell zum begabten Küchenchef, Simone zur Bestsellerautorin. Während es finanziell bergauf geht, kümmern sich die beiden um Nachwuchs. Der will dann auch umsorgt werden und weckt die ohnehin schon gestressten Eltern durch nächtliches Geschrei.

Auch im dritten Teil haben die Sims Grundbedürfnisse. Sie brauchen sozialen Umgang, müssen etwas essen, von Zeit zu Zeit in die Dusche und wollen auch mal einfach Computer spielen. Wer die Bedürfnisse der Sims ignoriert und sie beispielsweise unglücklich zur Arbeit schickt, braucht sich nicht wundern, wenn ständig etwas schief läuft und es keine Beförderungen gibt. Glücklicherweise sind die Sims mittlerweile selbständiger als noch in der Vorversion und erfordern daher etwas weniger Zuwendung.

Eine schöne Neuerung ist, dass alle Orte der Stadt begehbar sind, ohne dass ständig nachgeladen werden muss. So kann mann per Doppelklick auf den entsprechenden Icon einen Sim in der Bibliothek beim Bücherlesen beobachten und kann sofort in den Stadtpark wechseln, um bei der städtischen Grillparty zuzusehen.

Kenner der Vorversionen können die Sims 3 intuitiv bedienen. Allen Neueinsteigern helfen zahlreiche kurz gehaltenen in-Game-Hilfen, die zum richtigen Zeitpunkt im Spiel auftauchen und auch erfahrenere Spieler nicht nerven.

Grafik und Sound des Spiels sind gelungen. Die Musik hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der aus Teil 2. Die Grafik ist deutlich verbessert worden. Letzteres fordert aber auch seinen Tribut. On-board-Grafikkarten kommen bei der Darstellung kaum hinterher und ein halbwegs aktueller und leistungsfähiger 3D-Beschleuniger ist Voraussetzung, um wirklich Spaß aufkommen zu lassen.

Fazit
“Die Sims 3″ zu spielen ist eine Freude. Das Spiel hat einen unglaublichen Suchtfaktor und kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen in seinen Bann ziehen wie kaum ein anderes Spiel. Ein großes Lob an die Entwickler!

Die Sims 2 – Gestrandet

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Die Sims sind reif für die Insel. Eine einsame Insel, um genau zu sein. Dorthin verschlägt es sie nämlich in diesem Abenteuer für die PSP.

Zu Beginn des Spiels gerät eine kleine Gruppe von Urlaubern in einen Sturm und das kleine Segelboot kentert. Als sie aufwachen, finden sich alle auf einer einsamen Insel wieder. Nachdem sich alle Charaktere gesammelt haben, geht es darum, ihnen eine Existenz auf dem Eiland aufzubauen. Dabei helfen die unterschiedlichen Fähigkeiten. Ein Koch kann Essen besonders kreativ zubereiten, einem Mechaniker fällt es leichter, Werkzeuge zu basteln. Sollte in einer Gruppe ein Beruf nicht vorhanden sein, kann man einem Teammitglied bestimmte einschlägige Aufgaben zuweisen, woraufhin dessen Erfahrungswerte steigen.

Auf der Insel geht es zu Beginn bescheiden los. Bevor man daran denken kann, kleine Paläste aus Palmenblättern und Bambusstäben aufzubauen, muss für das Nötigste gesorgt werden: etwas zu Essen muss her. Dabei sollte man nicht zu wählerisch sein. Unbekannte Pflanzen müssen erforscht werden und diverse Fische warten darauf, aus dem Wasser geholt zu werden.

Über all die Arbeit sollte man die physischen und psychischen Bedürfnisse der Sims nicht vergessen. So brauchen die virtuellen Figürchen regelmäßig Schlaf, etwas zu Essen, eine Pinkelpause und jemanden zum Unterhalten. Wenn mal kein anderer Sim in der Nähe ist, reicht für letzteres Bedürfnis auch ein kleiner Affe, den man mit Bananen bestechen und so dazu bewegen kann, etwas Zeit mit einem zu verbringen.

Über den Analogstick weden die einzelnen Charaktere direkt gesteuert. Das ist nach einer Eingewöhnungsphase ohne große Schwierigkeiten möglich. Dennoch bleibt man regelmäßig irgendwo “hängen” und die suboptimale Kameraführung erschwert die Bedienung.

An der Grafik gibt es kaum etwas auszusetzen. Landschaft, Vegetation und Szenerie sind liebevoll gestaltet und man bekommt zeitweise richtig Lust, in die PSP zu den kleinen Sims zu hüpfen, um am Inselleben teilzuhaben. Die hübsche Grafik fordert jedoch ihren Tribut. Von Zeit zu Zeit gibt es kurze Ruckler im Spiel und die Ladezeit zwischen den einzelnen Szenen ist beträchtlich lang. Da man recht häufig zwischen den Schauplätzen hin- und herlaufen muss, sind solch lange Verzögerungen nervtötend.

Fazit
Beim Spielen von “Die Sims 2 – Gestrandet” kommen Inselfieber und Fernweh auf. Grafik und Szenerie sind hübsch gestaltet. Ärgerlich sind hingegen die viel zu langen Ladezeiten zwischen den einzelnen Schauplätzen.