Computer-TIP - Testberichte, Informationen & Produktvorstellungen

 

Germany’s Next Topmodel (Wii)

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In Germany’s Next Topmodel für die Nintendo Wii schlüpft man in die Rolle eines von 11 ambitionierten Topmodels in spe, das sich in mehreren Entscheidungsshows gegen ihre Rivalinnen durchsetzen muss, um am Ende die Castingshow (hoffentlich) zu gewinnen.

Um diesem Ziel näher zu kommen, kann man sich in der Model-Villa bei seinen Konkurentinnen beliebt machen oder gegen sie intrigieren. Man muss sein virtuelles “Alter Ego” stylen und einkleiden. Außerdem müssen Laufstegtrainings und Fotoshootings absolviert werden, welche mittels kleiner Mini-Spiele simuliert werden, in denen WiiMote und Nunchuk in eine bestimmte Positionen gebracht werden müssen. Diese Spiele haben aber wenig mit richtigen Foto-Shootings und Laufsteg zu tun. Dementsprechend will sich dabei auch keine wirkliche Begeisterung einstellen. Bei den Shows muss ein Life-Walk hingelegt werden. Die Bewertungen geben übrigens seltsamerweise nicht die “Original”-Jurymitglieder aus der TV-Show. Auch Heidi Klum sucht man vergebens.

Zwischen den Showterminen kann man sich im Model-Loft aufhalten. Dort kann man im “Internet” surfen, seine e-Mails checken und mit Kontrahentinnen quatschen. Wirklich abwechslungsreich ist das nicht, jedoch kann einen der Ehrgeiz packen, gewinnen zu wollen.

Grafisch wirkt Germany’s Next Topmodel für Wii teilweise etwas lieblos. Auch beim Sound besteht noch Nachholbedarf.

Germany’s Next Topmodel für die Nintendo Wii kostet ca. 39 Euro.

Fazit
Germany’s Next Topmodel für Wii überzeugt nicht. Wer gern Heidi & Co. über die Schulter geschaut hätte und ein abwechslunsgreiches Game erwartet, wird enttäuscht sein. Aber auch sonst bietet das Spiel zu wenig Abwechslung und nicht genug Tiefgang, um für dauerhaften Spielspaß zu sorgen. Mehr als eineinhalb “Gnadenpunkte” sind da leider nicht zu holen -  schade!

Die Sims 3

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“Die Sims 3″ ist der aktuelle Titel der meistverkauften PC-Spielreihe überhaupt. Er kommt am 4. Juni in die Läden. Wir haben die Sims schon vorab in ihrer neuen Stadt “Sunset Valley” besucht.

Vor Beginn des eigentlichen Spieleablaufs werden die Spielecharaktere erstellt. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, denn Äußerlichkeiten, wie Körperumfang, Frisur, Makeup und Alter sind längst nicht alles, was hier eingestellt werden kann. Details der Gesichtszüge können modelliert und die Kleidung kann aus einem riesigen virtuellen Kleiderschrank zusammengestellt werden. Wem auch das nicht genug ist, der kann die einzelnen Kleidungsstücke auch selbst einfärben. Anschließend werden die inneren Werte definiert. Hier können jedem Sim fünf Eigenschaften zugewiesen werden.

In unserem Testlauf haben wir ein junges Pärchen erstellt. Tim und Simone. Tim ist ein eher lässig gekleideter Computerfreak mit einem Putzfimmel und Simone ist adrett gekleidet und eher kreativ veranlagt. Nachdem das geklärt ist, ziehen beide zusammen in ein kleines Haus in Sunset Valley, der einzigen anfangs verfügbaren Stadt, ein. Ungeduldige können das Haus möbliert kaufen. Individualisten gestalten die Inneneinrichtung selbst und können damit auch locker einen Spieltag verbringen. Dabei kann aus zahlreichen Gebrauchsgegenständen, Möbelstücken und Krimskrams gewählt werden. Man kommt sich fast vor, wie in einem virtuellen Ikea-Markt. Der Fantasie sind lediglich durch das verfügbare Startkapital Grenzen gesetzt.

Um für finanziellen Nachschub zu sorgen, können die Sims einen Job annehmen. Tim versucht sich zu Beginn als Wissenschaftler, Simone arbeitet in Heimarbeit als Buchautorin. Aller Anfang ist schwer: Tim scheint mit seinem Job mehr schlecht als recht klar zu kommen und Simones Bücher bringen kaum Geld ein. Nach einer Umschulung zum Koch und dem passenden Jobwechel entwickelt sich Tim aber schnell zum begabten Küchenchef, Simone zur Bestsellerautorin. Während es finanziell bergauf geht, kümmern sich die beiden um Nachwuchs. Der will dann auch umsorgt werden und weckt die ohnehin schon gestressten Eltern durch nächtliches Geschrei.

Auch im dritten Teil haben die Sims Grundbedürfnisse. Sie brauchen sozialen Umgang, müssen etwas essen, von Zeit zu Zeit in die Dusche und wollen auch mal einfach Computer spielen. Wer die Bedürfnisse der Sims ignoriert und sie beispielsweise unglücklich zur Arbeit schickt, braucht sich nicht wundern, wenn ständig etwas schief läuft und es keine Beförderungen gibt. Glücklicherweise sind die Sims mittlerweile selbständiger als noch in der Vorversion und erfordern daher etwas weniger Zuwendung.

Eine schöne Neuerung ist, dass alle Orte der Stadt begehbar sind, ohne dass ständig nachgeladen werden muss. So kann mann per Doppelklick auf den entsprechenden Icon einen Sim in der Bibliothek beim Bücherlesen beobachten und kann sofort in den Stadtpark wechseln, um bei der städtischen Grillparty zuzusehen.

Kenner der Vorversionen können die Sims 3 intuitiv bedienen. Allen Neueinsteigern helfen zahlreiche kurz gehaltenen in-Game-Hilfen, die zum richtigen Zeitpunkt im Spiel auftauchen und auch erfahrenere Spieler nicht nerven.

Grafik und Sound des Spiels sind gelungen. Die Musik hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der aus Teil 2. Die Grafik ist deutlich verbessert worden. Letzteres fordert aber auch seinen Tribut. On-board-Grafikkarten kommen bei der Darstellung kaum hinterher und ein halbwegs aktueller und leistungsfähiger 3D-Beschleuniger ist Voraussetzung, um wirklich Spaß aufkommen zu lassen.

Fazit
“Die Sims 3″ zu spielen ist eine Freude. Das Spiel hat einen unglaublichen Suchtfaktor und kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen in seinen Bann ziehen wie kaum ein anderes Spiel. Ein großes Lob an die Entwickler!